Historie
Während des letzten Jahrzehnts war es für die schwedischen Streitkräfte und die zentralen Militärmuseen ein schwierige Frage, wie man nicht mehr benötigtes militärisches Material und die Geschichte der Verbände, die in dieser Zeit eingestellt wurden, für die Nachwelt be-wahren könnte, zumal immer weniger Verbände verbleiben, um das Erbe zu verwalten. Die Frage stellt sich nicht nur in Schweden, vielmehr gibt es dieselbe Problematik in einer Reihe anderer Länder mit einem kleiner werdenden militärischen Apparat, in denen man die Ent-wicklung in Schweden mit großem Interesse verfolgt hat. Schweden ist das erste Land auf der Welt mit einer Idee zur Lösung der Frage.
Die staatliche Untersuchungskommission „Försvar i förvar“ (Verteidigung in Aufbewahrung) erhielt 2005 die Aufgabe, Formen zu finden, um Schwedens militärgeschichtliches Erbe zu verwalten. Im Dezember 2007 wurde ein Reichstagsbeschluss gefasst, der 30 Millionen schwedische Kronen jährlich für die Unterstützung von 25 Museumsanlagen mit militärischer Ausrichtung im Land gewährleistet. Eine Forderung war, dass die Museen von nationalem Interesse sein müssen und eine andere, dass vor Ort ein Interesse an ihnen bestehen muss. Die Grundidee ist, dass die Gemeinde die Räumlichkeiten besitzen und diese für einen niedrigen Betrag vermieten sollen und dass die Kommunen Mitglied der Stiftungsleitung sein sollen, um einen Einblick zu haben. Darüber hinaus unterstützen die Staatlichen Verteidigungsge-schichtlichen Museen (SFHM) und die Staatlichen Maritimen Museen (SMM) die Museen mit rund 50 % ihrer Betriebskosten. Darüber hinaus sind die Kanzlei von Schwedens Militär-geschichtlichem Erbe (SMHA) für zentrale Kosten wie die Verwaltung und Registrierung der Gegenstände, Hilfe für Ausstellungen, Sicherheit und Marketing zuständig.
Die geplante Tätigkeit wurde insgesamt sehr positiv aufgenommen und nach dem Reichstags-beschluss ist das Projekt sehr schnell angelaufen.